Warthausen gemeinsam weiterentwickeln
Eine Gemeinde entwickelt sich dann gut, wenn wir Bewährtes erhalten und gleichzeitig offen für Veränderungen sind. Mir geht es dabei um pragmatische Lösungen, die zu Warthausen und seinen Ortsteilen passen.
Acht Themen sind mir dabei besonders wichtig, die ersten drei genannten haben für mich Priorität.
Bürokratie und Verwaltung
Weniger!
Unnötigen Papierkram lassen wir weg. Digitalisierung muss in den Vordergrund. Dadurch gewinnen wir Kapazitäten, die wir für die Gemeindeentwicklung einsetzen können.
Finanzen, Kämmerei
Seit spätestens 2019 nähert sich die kommunale Finanz-verwaltung (NKHR) der Finanzverwaltung in Unternehmen an. Wir schaffen sehr schnell saubere Bilanzen, stellen ordentliche Ergebnis- und Finanzhaushalte auf.
Das ist kein Neuland für mich: 2022 habe ich die Zahlen aus den Unterlagen der Gemeinde zusammengesucht, die darüber Auskunft gaben, wieviel Geld durch die Schließung des Freibades eingespart werden könnte. Statt der angekündigten 300.000 € waren es bestenfalls 40.000 €. Basierend auf heutigen Umsatzzahlen wäre durch die Schließung ein Verlust von etwa 20.000 € entstanden.
Wesentlich ist die Besetzung der Stelle in der Kämmerei, um Freiraum für andere Projekte zu bekommen. Dabei gilt es, auch andere Wege bei der Kandidatengewinnung zu gehen – oder auch auf externe Unterstützung zu bauen. Unternehmen haben Finanzen häufig extern vergeben – sehr effizient.
Meine Erfahrung: Finanzwirtschaft mit Buchhaltung in Unternehmen habe ich entweder selbst durchgeführt oder fremd vergeben und natürlich kontrolliert. Ein Unternehmen zu führen bedeutet sehr genaue Kenntis von Finanzströmen und Bilanzen. Daraus ergeben sich die Möglichkeiten, die die Gemeinde in finanzieller Hinsicht hat.
Digitalisierung
Wissensaufbau bei den Mitarbeitern im Rathaus werde ich fördern, Schritt um Schritt. Jeder soll nach seinen Möglichkeiten dabei mitgenommen werden. Dadurch sollte es gelingen, KI sinnvoll einzusetzen und Kapazitäten im Rathaus zu gewinnen, die wir anders einsetzen können, beispielsweise für die Anwerbung von Fördergeldern.
Meine Erfahrung: Mein Studium habe ich durch Programmierung komplexer ORACLE-Datenbanken finanziert und für eine Landesbehörde Gebäudedaten digitalisiert. Die Freibad-Website habe ich initiiert – sie wird von Vereinsmitgliedern betreut. In meinem Unternehmen hatte ich das Projekt Medikationsanalyse gestartet, bei dem wir mit Python KI programmiert haben.
Gewerbe
Für das Kleingewerbe bietet Warthausen immer mehr Möglichkeiten. In der Ortsmitte sind Parkplätze knapp – dieses Thema müssen wir angehen. Im Ortszentrum sehe ich in der Zukunft mehr Orte zum Treffen und Verweilen.
Das Gewerbegebiet Schachen wird erweitert: Ich möchte mich um die Ansiedlung zukunftsfähiger Unternehmen kümmern, beispielsweise KI-Anwender. Über das ITZ habe ich eine gute Vernetzung in die Start-Up Szene der Region.
Für sinnvoll halte ich eine längerfristige Planung von Gewerbeflächen, mit der es möglich wird, wachsende Unternehmen in Warthausen zu halten.
Industrie
Zentrales Thema in der Gemeinde ist das IGI. Aus Unternehmer- und Bürgersicht fehlt mir hier ein Geschäftsplan: Welcher Bedarf besteht tatsächlich? Was investiert Warthausen? Wann fließt Geld nach Warthausen zurück?
Aktuell sehe ich es so, das Warthausen hier „Kante zeigen“ muss und sich nicht über den Tisch ziehen lassen darf.
Infrastruktur
Durch Warthausen fließt der Verkehr zu den industriellen Zentren in Biberach. Die Gewerbesteuer kassiert Biberach. Dieses Missverhältnis muss korrigiert werden.
B 465: Entlastung für Warthausen
Ich werde bei Regierungspräsidium und Bundesregierung kontinuierlich die Entwicklung hinterfragen, um die weitere Planung und Umsetzung anzutreiben, damit die Umgehung
B 465 schnell gebaut wird.
Wichtig ist hier, dass auch das IGI einbezogen wird, damit der Verkehr nicht plötzlich von der „anderen Seite“ durch Herrlishöfen rollt.
Aufstieg Nord: Entlastung für Herrlishöfen
Der Gemeinderat arbeitet schon daran, den Kostenanteil zu reduzieren, den Warthausen tragen soll. Das ist gut und richtig so.
Radwegenetz
Durchgangsachsen sind prinzipiell vorhanden. Gefahrenschwerpunkte wie Ehinger Straße, Bahnhofstraße und auch das Ende des Radwegs aus Biberach müssen schnell entschärft werden.
ÖPNV
Das „Busle“, über das die Gemeinde seit kurzem für 3 Jahre verfügt, sollten wir nutzen und es als Bürgerbus für die Menschen zu nutzen, die es brauchen können.
Bahn und Bus könnten am Bahnhof in Warthausen besser vernetzt werden.
Soziales, Vereine
Die Vereine tragen sehr wesesntlich zum Leben in Warthausen bei. In den letzen Monaten hat die Gemeindeverwaltung sehr wertvolle Impulse mit dem Mittagstisch, der WIRkstatt und auch dem Gemeindefest im Freibad gesetzt. Das möchte ich weiter fördern. Ich könnte mir beispielsweise eine organisierte ehrenamtliche Unterstützung für „digitale Neulinge“ vorstellen.
Geschichte, Kultur, Tourismus
Das Öchsle ist ein schöner Teil von Warthausens Geschichte. Binden wir es mehr mit ein, bieten wir den Reisenden ein Kultur-Parcours in Warthausen an, der sie zum Beispiel mit der Geschichte der Brauerei oder Warthausens Rolle in der Zeit der Aufklärung (1750-1800, Vorrang der Vernunft) informiert.
Wir haben einen unglaublichen Schatz in der Gemeinde: Unser Schloss. Nur durch die Bibliothek in diesem Schloss war es Christoph Martin Wieland möglich, zu dem Schriftsteller der Aufklärung zu werden, der er in Weimar dann geworden ist. Sophie von LaRoche war eine der ersten weiblichen deutschsprachigen Schriftstellerinnen …
Mehr Aufklärung. Das fände ich gut.
IM GESPRÄCH
Was ist Ihnen für Warthausen wichtig?
Ich freue mich auf Ihre Fragen und Ideen.
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